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Geschichte
Geschichte
Gründung
New Orleans wurde 1718 von den Franzosen gegründet. Jean-Baptiste Le Moyne de Bienville war maßgeblich an der Gründung beteiligt. Die Stadt wurde „La Nouvelle-Orléans“ genannt, nach dem Herzog von Orléans, dem damaligen französischen Regenten. Das Gebiet des heutigen French Quarter bildete den ursprünglichen Kern der Stadt. Schon vor der europäischen Besiedlung lebten indigene Bevölkerungsgruppen in der Region. Die Wasserwege und die fruchtbare Umgebung machten das Gebiet für Menschen attraktiv. Die Franzosen errichteten ihre Siedlung schließlich an einer etwas höher gelegenen Stelle am Mississippi River.


Die spanische Zeit
1763 kam Louisiana unter spanische Herrschaft. Obwohl New Orleans offiziell spanisch wurde, blieb die französische Kultur sehr stark. Französisch wurde weiterhin gesprochen und viele Traditionen blieben erhalten. Gleichzeitig beeinflusste Spanien die Architektur der Stadt stark. Viele Innenhöfe, Balkone und bestimmte Gebäudestile, die heute typisch für New Orleans sind, wurden während dieser Zeit geprägt.


Der Lousiana Purchase
1803 wurde Louisiana im Rahmen des Louisiana Purchase von Frankreich an die Vereinigten Staaten verkauft. Die USA bezahlten insgesamt 15 Millionen Dollar für das riesige Gebiet. Dadurch wurde New Orleans Teil der Vereinigten Staaten. Die Stadt behielt jedoch viele ihrer französischen und kreolischen Traditionen bei.


New Orleans des 19. Jahrhunderts
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich New Orleans zu einem bedeutenden Handels- und Hafenstandort. Baumwolle und Zucker wurden über den Mississippi nach New Orleans transportiert und von dort in andere Länder verschifft. Gleichzeitig war die Stadt stark in das System der Sklaverei eingebunden. Der Reichtum vieler Menschen beruhte auf der Arbeit versklavter Menschen auf den Plantagen Louisianas.
Die Geschichte dieser Zeit ist deshalb von starken Gegensätzen geprägt. New Orleans war wirtschaftlich sehr erfolgreich und kulturell vielfältig, gleichzeitig existierten Sklaverei, Rassismus und große soziale Unterschiede.


Hurricane Katrina
Hurricane Katrina war eine der schwersten Naturkatastrophen in der modernen Geschichte von New Orleans. Der Hurrikan traf die Golfküste im August 2005. In New Orleans führten Sturmfluten und das Versagen beziehungsweise Überlaufen von Schutzsystemen zu großflächigen Überschwemmungen. Große Teile der Stadt wurden überflutet. Viele Menschen starben, Häuser wurden zerstört und Hunderttausende Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen. Die Katastrophe hatte enorme soziale und wirtschaftliche Folgen.


Folgen
Hurricane Katrina veränderte New Orleans dauerhaft. Viele Menschen kehrten nach der Katastrophe nicht mehr zurück. Dadurch veränderten sich die Bevölkerungsstruktur und die sozialen Verhältnisse in vielen Stadtteilen. Gleichzeitig wurde die Stadt in vielen Bereichen wiederaufgebaut und der Hochwasserschutz verbessert. Trotzdem bleibt New Orleans aufgrund seiner geografischen Lage besonders gefährdet.