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Nybbas
Stärkegrad: IV
Empfohlene Kampfgruppenanzahl: 10 - 20 Empfohlene Gruppierung: Jägerinnen I Hexen Optional: Magienutzer im spirituellen Schwerpunkt und Elementarmagie Der Nybbas gehört zu den seltenen und besonders gefürchteten Wesen, die tief in den Wäldern der materiellen Welt leben. Sein Ursprung ist unbekannt und selbst unter erfahrenen Dämonologen existieren nur wenige verlässliche Aufzeichnungen über ihn. Er besitzt keine erkennbare Verbindung zu einer dämonischen Hierarchie und scheint keinem Herrn zu dienen. Stattdessen folgt er einem einfachen, aber grausamen Trieb: der Angst lebender Menschen. Nybbas halten sich bevorzugt in dichten, alten Wäldern auf, weit entfernt von größeren Siedlungen. Besonders häufig werden sie in Regionen beobachtet, in denen das Sonnenlicht nur spärlich durch das Blätterdach dringt. Dort können sie ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten nahezu uneingeschränkt einsetzen. Sie sind in der Lage, mit Bäumen und Schatten zu verschmelzen und dadurch für das menschliche Auge nahezu unsichtbar zu werden. Ein Nybbas kann so über Stunden oder sogar Tage in der Nähe eines Menschen verweilen, ohne entdeckt zu werden. Ihre eigentliche Jagd beginnt jedoch nicht mit einem körperlichen Angriff. Nybbas sind in der Lage, die Psyche ihrer Opfer zu beeinflussen und ihnen Albträume, Visionen und verstörende Erscheinungen aufzuzwingen. Dabei können sie gezielt die Ängste eines Menschen verstärken und ihn langsam in einen Zustand zunehmender Verzweiflung treiben. Die Opfer wissen häufig nicht mehr, ob sie tatsächlich etwas gesehen haben oder ob die Erscheinungen lediglich in ihrem eigenen Verstand entstehen. Je stärker die Angst wird, desto mehr Kraft gewinnt der Nybbas. Diese Angst dient ihm als Nahrung. Der Nybbas muss sich zunächst ausreichend von der Furcht seines Opfers nähren, bevor er vollständig körperlich in Erscheinung treten kann. Erst wenn genügend Angst gesammelt wurde, verlässt er seine Verschmelzung mit den Schatten und wird zu einem realen, körperlichen Jäger. Von diesem Zeitpunkt an kann er sein Opfer direkt angreifen und töten. Die Erscheinung eines Nybbas macht ihn leicht erkennbar, sollte man ihm jemals tatsächlich gegenüberstehen. Sein Körper ist unnatürlich schlank und langgliedrig, während sein Kopf aus dem skelettierten Schädel eines Hirsches besteht. Zwischen den bleichen Kieferknochen sitzen lange, animalische Reißzähne, die weniger an einen Pflanzenfresser als an ein Raubtier erinnern. Seine Bewegungen wirken dabei widersprüchlich: langsam und beinahe regungslos, solange er beobachtet, aber erschreckend schnell, sobald er zum Angriff übergeht. Hat der Nybbas seine Beute überwältigt, frisst er sie vollständig. Dabei scheint es keine Rolle zu spielen, wie lange er zuvor von der Angst des Opfers zehren konnte. Für ihn ist die Jagd sowohl Nahrung als auch Teil seines natürlichen Zyklus: Angst macht das Opfer schwach, Angst stärkt den Nybbas, und erst wenn die Furcht ihren Höhepunkt erreicht hat, folgt der körperliche Angriff. Aus diesem Grund sind Begegnungen mit einem Nybbas besonders gefährlich. Wer glaubt, lediglich von einem unbekannten Tier oder einer Einbildung verfolgt zu werden, befindet sich möglicherweise bereits mitten in seiner Jagd. Je länger ein Mensch Angst empfindet, desto stärker wird die Kreatur, die ihn beobachtet. |
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