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das magische Zeitalter
Die magische Welt vor drei Millionen Jahren
Die Geschichte der heutigen magischen Welt reicht mehr als drei Millionen Jahre zurück. Vor rund drei Millionen Jahren erreichte die Magie ihren Höhepunkt und war ein allgegenwärtiger Bestandteil des täglichen Lebens. Magie war weder geheim noch etwas Außergewöhnliches, sondern gehörte selbstverständlich zum Alltag der Menschen und magischen Völker. Magienutzer nahmen dabei nicht selten eine besondere gesellschaftliche Stellung ein. Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Fähigkeiten waren sie häufig die Anführer ihrer Völker und herrschten über ganze Reiche. Kriege zwischen zwei Ländern konnten dadurch mitunter auf ungewöhnliche Weise beendet werden, indem ein besonders mächtiger Magienutzer gezielt gegen die Führung des gegnerischen Reiches vorging.Auch Götter, Engel und Dämonen waren zu dieser Zeit ein sichtbarer Bestandteil der Welt. Götter wandelten unter den Menschen und Magienutzern, während auch Engel und Dämonen offen unter ihnen lebten. Die Grenze zwischen der Welt der Sterblichen und den höheren Mächten war damit weit weniger deutlich, als sie es in der heutigen Zeit ist. Dies änderte sich, als sich die ersten Portale zu anderen Welten öffneten. Durch sie gelangten Vampire, Werwölfe, Phönixe, Meerwesen und zahlreiche weitere Wesen auf die Erde. Der erste Kontakt verlief zunächst friedlich und vorsichtig. Beide Seiten beobachteten einander und versuchten, die jeweils fremde Welt zu verstehen. Mit der Zeit zeigte sich jedoch, dass die meisten der neu eingetroffenen Wesen ihren alten Göttern weiterhin dienten. Lediglich die Meerwesen entzogen sich diesem Einfluss. Die übrigen Wesen begannen hingegen, den Befehlen ihrer Götter zu folgen. Menschen wurden entführt und verschleppt. Wenn eine Entführung scheiterte, wurden die Betroffenen nicht selten gnadenlos getötet. Was zunächst wie eine vorsichtige Begegnung zwischen unterschiedlichen Völkern begonnen hatte, entwickelte sich damit zunehmend zu einer Bedrohung für die gesamte Erde. Götter, Engel, Dämonen und die Magienutzer erkannten schließlich, dass sie ihre Welt und ihre Bewohner schützen mussten. Ein offener Krieg war jedoch keine einfache Möglichkeit. Die fremden Götter waren mächtige Wesenheiten aus anderen Welten, und ein direktes Eingreifen der irdischen Götter hätte weitreichende Konsequenzen gehabt. Die Angriffe auf die Menschen stellten zwar schwere Überschreitungen dar, reichten jedoch noch nicht aus, um einen endgültigen Krieg zwischen den verschiedenen Mächten zu rechtfertigen. Ein solcher Krieg hätte nicht nur auf der Erde stattgefunden. Er hätte sich über unzählige Dimensionen und Welten gleichzeitig erstreckt und damit eine galaktische Katastrophe von kaum absehbarem Ausmaß heraufbeschworen. Die Mächte der Erde mussten daher einen Weg finden, ihre Welt zu schützen, ohne selbst einen solchen Krieg auszulösen. das Ritual der Jägerinnen
Um ihre Welt zu schützen, ohne einen offenen Krieg zwischen den verschiedenen Mächten auszulösen, ersannen die Götter, Engel und Dämonen schließlich eine List. Sie beschlossen, eine neue Spezies zu erschaffen, die in der Lage sein sollte, die Erde und ihre Bewohner gegen die eindringenden Wesen zu verteidigen, ohne dass die höheren Mächte selbst unmittelbar in den Konflikt eingreifen mussten.Zu diesem Zweck führten sie ein mächtiges und tiefgreifendes Ritual durch. 300 Frauen wurden dafür ausgewählt und der Prozedur unterzogen. Das Ritual war jedoch außerordentlich fordernd und forderte einen hohen Preis: Nur 100 der 300 Frauen überlebten die Zeremonie. Ihre Körper waren in der Lage, die ihnen verliehene dämonische Essenz aufzunehmen und zu verkraften. Aus diesen Überlebenden gingen die ersten Jägerinnen hervor. Die dämonische Essenz veränderte ihre Körper grundlegend und verlieh ihnen übermenschliche Fähigkeiten. Sie wurden außergewöhnlich stark und schnell, verfügten über eine enorme Selbstheilungskraft und besaßen eine Ausdauer, die mit der von zehn gewöhnlichen Kriegern vergleichbar war. Dabei waren ihre Kräfte nicht statisch. Im Gegensatz zu gewöhnlichen Sterblichen würden die Fähigkeiten der Jägerinnen mit zunehmendem Alter immer weiter anwachsen und sie dadurch im Laufe ihres Lebens stetig mächtiger werden. die blutige Reinigung
Wie lange die darauf folgenden Kämpfe tatsächlich andauerten, ist heute nicht mehr eindeutig bekannt. Die Aufzeichnungen aus dieser Zeit sind unvollständig oder gingen im Laufe der folgenden Jahrtausende verloren. Magische Archivare schätzen, dass sich die Auseinandersetzungen über einen Zeitraum von etwa 20 bis 50 Jahren erstreckten.Die Jägerinnen nahmen ihre Aufgabe, die Erde und ihre Bewohner zu schützen, von Beginn an äußerst ernst. Sie waren die Einzigen, die sich den eindringenden Wesen aus den anderen Dimensionen offen entgegenstellten. Die Götter, Engel und Dämonen, die an ihrer Erschaffung beteiligt gewesen waren, durften selbst nicht in die Kämpfe eingreifen, da ein direktes Eingreifen der höheren Mächte weiterhin einen offenen Krieg zwischen den verschiedenen Welten und Dimensionen hätte auslösen können. So stellten sich die Jägerinnen allein den Feinden entgegen. Es entbrannten blutige und erbarmungslose Schlachten, in deren Verlauf die eindringenden Wesen immer weiter zurückgedrängt und schließlich erheblich geschwächt wurden. Der Krieg forderte dabei einen gewaltigen Preis. Unzählige magische Wesen verloren ihr Leben, und ganze Gemeinschaften und Blutlinien wurden ausgelöscht. Auch die Jägerinnen selbst blieben nicht verschont. Von den ursprünglich 100 Frauen, die das Ritual überlebt hatten, überlebten lediglich 70 die folgenden Schlachten. Diese 70 Überlebenden wurden zu den Begründerinnen der heutigen 70 Blutlinien der Jägerinnen. Ihre Nachkommen führen die dämonische Essenz bis in die Gegenwart weiter und bilden damit die Grundlage für die Jägerinnen, die noch immer über die Erde wachen. das Schicksal der Götter
Nachdem die Jägerinnen die feindlichen Wesen weit genug zurückgedrängt und die Erde von der unmittelbaren Bedrohung befreit hatten, schlossen sich alle Götter der Erde und die verschiedenen Pantheons zusammen. Ihnen blieb nun die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass die Portale, durch welche die fremden Wesen auf die Erde gelangt waren, nie wieder geöffnet werden konnten.Jeder Gott und jede Göttin übernahm dabei eines der verbliebenen Portale. Anschließend erschufen sie gemeinsam magische Siegel, mit denen die Portale dauerhaft verschlossen wurden. Die genaue Zahl der Portale ist heute nicht mehr bekannt. Magische Archivare gehen jedoch davon aus, dass mehr als 1.330 Götter und Göttinnen gleichzeitig an der Versiegelung beteiligt waren. Die Zahl verdeutlicht dabei nicht nur das gewaltige Ausmaß des Rituals, sondern auch, wie viele Portale einst zwischen der Erde und den anderen Dimensionen existierten. Die vereinte Macht der Götter war groß genug, um die Portale tatsächlich zu verschließen. Doch selbst für die Götter hatte dieser Vorgang einen gewaltigen Preis. Jeder einzelne von ihnen opferte einen Teil seiner Macht und seiner eigenen Energie, um das von ihm erschaffene Siegel dauerhaft aufrechtzuerhalten. Die Belastung war so enorm, dass die Götter nach Abschluss des Rituals in einen tiefen Schlaf fielen. Damit war die Erde zwar endgültig von den eindringenden Wesen abgeschirmt, doch die Welt hatte einen Teil ihrer ursprünglichen magischen Kraft verloren. Die Energie, die zuvor frei durch die Welt geflossen war, wurde nun zu einem großen Teil in den Siegeln gebunden. Die Veränderung war zunächst kaum wahrnehmbar. Die magischen Wesen der damaligen Zeit bemerkten keinen plötzlichen Zusammenbruch der Magie. Erst über die folgenden Jahrtausende hinweg sollte sich zeigen, dass die Magie der Welt langsam schwächer geworden war. der Pakt der Koexistenz
Nachdem die Portale verschlossen und die unmittelbare Bedrohung durch die fremden Wesen gebannt war, galt die Erde zunächst als sicher. Engel und Dämonen wurden in ihre jeweiligen Reiche zurückbeordert und sollten fortan wieder im Himmel beziehungsweise in der Hölle verbleiben. Doch trotz des Sieges waren die Menschen und Magienutzer weiterhin nicht allein.Als Erste wandten sich die Meerwesen an die ursprünglichen Bewohner der Erde. Sie suchten bewusst den Kontakt zu den Menschen und Magienutzern der Erde und baten um die Möglichkeit, in friedlicher Koexistenz mit ihnen leben zu dürfen. Sie machten deutlich, dass sie keinerlei Interesse daran hatten, den Menschen zu schaden oder sich deren Welt anzueignen. Sie wollten lediglich weiterhin in den Meeren leben und ihre eigene Existenz fortführen. Daraufhin wurde der Pakt der Koexistenz aufgesetzt. Er sollte das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Spezies regeln und gleichzeitig verhindern, dass die Ereignisse der vergangenen Jahrhunderte sich wiederholten. Wer sich an den Pakt hielt, sollte seine Existenz auf der Erde fortführen dürfen. Wer dagegen Menschen mordete oder andere schwere Verstöße beging, musste damit rechnen, von den Jägerinnen verfolgt zu werden. Die Meerwesen hielten sich von Beginn an an die Vereinbarungen. Bei den anderen Spezies gestaltete sich die Situation deutlich schwieriger. In den ersten rund 250 Jahren nach Begründung des Paktes hielten sich weder die Werwölfe, Vampire noch Phönixe vollständig an dessen Regeln. Dadurch gerieten sie immer wieder in Konflikt mit den Jägerinnen und wurden zur Beute jener, die zum Schutz der Menschheit erschaffen worden waren. Nach etwa 250 Jahren schlossen sich schließlich die Werwölfe und Phönixe dem Pakt der Koexistenz an und akzeptierten dessen Regeln. Die Vampire hingegen folgten diesem Schritt erst im Jahr 2.843.971 v. Chr. Trotzdem kam es danach innerhalb der vampirischen Gesellschaft weiterhin zu schweren Verstößen. Einzelne Blutlinien verübten immer wieder Gräueltaten an Menschen und widersetzten sich den Regeln des Paktes der Koexistenz. Die Konsequenzen waren verheerend: Ganze vampirische Blutlinien wurden durch die Jägerinnen ausgelöscht, wenn ihr Verhalten eine Bedrohung für die Menschen darstellte. Erst im Jahr 2.843.471 v. Chr., nachdem sich die mächtigsten und ranghöchsten Vampirclans zusammenschlossen, änderte sich die Situation grundlegend. Sie gründeten den Hohen Vampirat und schufen damit erstmals eine übergeordnete Instanz innerhalb der vampirischen Gesellschaft, die gemeinsame Gesetze erließ und deren Einhaltung überwachte. Damit begann die organisierte Rechtsprechung der Vampire und eine neue Phase ihrer Geschichte. |
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