| Magienutzer | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Magienutzer
Allgemeines
Magienutzer ist ein Sammelbegriff für Menschen, die über eine natürliche magische Begabung verfügen. Zu ihnen zählen unter anderem Hexen, Druiden, Hellseher, Orakel, Medien und Exorzisten, deren Fähigkeiten und Ausprägungen sich teilweise erheblich voneinander unterscheiden können.Magische Fähigkeiten können nicht erlernt oder durch bloßes Training erworben werden. Voraussetzung ist eine entsprechende magische Veranlagung, die ein Mensch von Geburt an in sich trägt. Erst wenn diese vorhanden ist, kann die betreffende Person lernen, ihre Fähigkeiten zu kontrollieren und weiterzuentwickeln. Magienutzer verfügen über keine außergewöhnlich lange natürliche Lebenserwartung. Im Durchschnitt erreichen sie ein Alter von etwa 150 Jahren. Durch bestimmte Zauber und magische Rituale ist es jedoch möglich, den Alterungsprozess zu verlangsamen und das eigene Leben zu verlängern. Selbst bei besonders mächtigen Magienutzern liegt die erreichbare Lebensspanne auf diesem Weg in der Regel bei etwa 300 bis 400 Jahren. Die Religionen
Unter den Magienutzer haben sich im Laufe der Jahrtausende verschiedene religiöse Traditionen und Glaubensrichtungen entwickelt. Besonders verbreitet sind drei große Hexenreligionen: Wicca, Voodoo und Satanismus. Obwohl sie sich in ihren Glaubensinhalten, Ritualen und dem Umgang mit Magie teilweise deutlich voneinander unterscheiden, verbindet sie die Überzeugung, dass Magie ein Teil der natürlichen und übernatürlichen Welt ist.Nicht jeder Magienutzer gehört einer Religion an. Viele praktizieren ihre Magie unabhängig von religiösen Vorstellungen, während andere sich einem Coven oder einer größeren Gemeinschaft anschließen. Die Zugehörigkeit zu einer Religion bestimmt dabei nicht automatisch, welche Art von Magie ein Mensch ausübt oder ob er gute oder schlechte Absichten verfolgt. Satanismus
Der Satanismus umfasst verschiedene Strömungen, deren gemeinsamer Mittelpunkt die Verehrung oder Anrufung Satans beziehungsweise Lucifers bildet. Innerhalb der magischen Gemeinschaft wird diese Religion häufig mit den dunkleren Formen der Magie in Verbindung gebracht. Sie benutzen zwar alle schwarze Magie, sind aber nicht zwangsweise böse Magienutzer.Ein Teil der satanistischen Traditionen sieht in Lucifer eine mächtige übernatürliche Entität und verehrt ihn als Quelle von Wissen, Macht und Erkenntnis. Für andere steht eher die persönliche Freiheit, die Selbstbestimmung und die bewusste Abkehr von traditionellen moralischen Vorstellungen im Mittelpunkt. In einigen satanistischen Gemeinschaften existiert das Buch der Bestien, in das sich besonders mächtige oder fortgeschrittene Hexen und Hexer ab einem bestimmten Alter eintragen lassen können. Die Eintragung ist mit einem mächtigen Ritual verbunden und verstärkt die magischen Fähigkeiten des Betreffenden erheblich. Einige besonders radikale Zirkel praktizieren darüber hinaus Rituale, die für Außenstehende äußerst befremdlich wirken können. Dazu gehört auch ein altes Opferungsritual, bei dem sich eine besonders mächtige Hexe freiwillig ihrem Zirkel opfert und nach einer langen Fastenzeit rituell verzehrt wird. Dieses Ritual ist jedoch keineswegs Bestandteil jeder satanistischen Tradition und wird selbst innerhalb der Religion kontrovers betrachtet. Wicca
Wicca gehört zu den verbreitetsten religiösen Traditionen unter den Magienutzern. Im Mittelpunkt des Glaubens stehen die Göttin und der Gott, die als gleichberechtigte Kräfte und Partner betrachtet werden. Beide verkörpern unterschiedliche Aspekte der Welt und ergänzen einander.Viele Wicca-Anhänger verstehen die Natur als heilig und bemühen sich um ein Leben im Einklang mit ihr. Die Achtung vor dem Leben, natürliche Kreisläufe und die Verantwortung für das eigene Handeln nehmen daher einen wichtigen Platz in ihrer Religion ein. Schwarze Magie wird von vielen Wicca-Anhängern abgelehnt, wobei die konkrete Auslegung von Coven zu Coven unterschiedlich sein kann. Wicca ist keine zentral organisierte Religion. Stattdessen existieren zahlreiche unterschiedliche Traditionen und Coven, die teilweise eigene Rituale und Schwerpunkte besitzen. Einige Magienutzer praktizieren Wicca allein, während andere sich einer Gemeinschaft anschließen. Die Zugehörigkeit zu einem Coven verpflichtet niemanden dazu, an dessen Hauptsitz zu leben, aber es wird erwartet, dass man an großen Ritualen und auch Festen teilnimmt, da ein Coven eine feste Gemeinschaft ist. Voodoo
Voodoo ist eine synkretische Religion mit Wurzeln in Westafrika, die sich im Zuge des Sklavenhandels und der damit verbundenen Migration auch in Amerika verbreitete. Besonders in den kreolisch geprägten Regionen der Karibik und des amerikanischen Südens entwickelte sich eine starke Voodoo-Tradition. Auch in New Orleans besitzt der Glaube eine lange und bedeutende Geschichte.Im Mittelpunkt steht Bondieu, der eine höchste göttliche Macht darstellt. Aufgrund seiner gewaltigen Macht wird Bondieu jedoch nicht unmittelbar um alltägliche Hilfe angerufen. Stattdessen wenden sich Gläubige an die Loa, mächtige Geistwesen, die als Vermittler zwischen den Menschen und Bondieu dienen. Jeder Loa besitzt eigene Eigenschaften, Aufgaben und Beziehungen zu seinen Anhängern. Voodoo wird außerhalb seiner tatsächlichen Traditionen häufig mit schwarzer Magie und Flüchen gleichgesetzt. Dieses Bild entspricht jedoch nicht dem Glauben als Ganzem. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Verbindung zu den Loa, die Gemeinschaft und die Harmonie zwischen der geistigen und der materiellen Welt. Tieropfer können Bestandteil bestimmter Voodoo-Rituale sein. Dabei wird das Tier rituell geopfert und als Nahrung für die Loa betrachtet. Menschenopfer hingegen sind kein Bestandteil des Voodoo-Glaubens. Schwarze Magie wird von vielen Voodoo-Praktizierenden abgelehnt und nur in Ausnahmefällen eingesetzt. Voodoo-Priester, die sich auf schützende und heilende Magie beschränken, werden als Houngan bezeichnet. Priester, die sich gezielt mit schwarzer Magie und schädigenden Praktiken beschäftigen, werden hingegen als Bocore bezeichnet. Bei Frauen wird diese Unterscheidung nicht vorgenommen; weibliche Voodoo-Priesterinnen werden unabhängig von ihrer Ausrichtung als Mambo bezeichnet. Auch die sogenannten Voodoopuppen gehören zur religiösen Praxis, werden außerhalb der Gemeinschaft jedoch häufig stark mystifiziert. Sie können dazu verwendet werden, eine Verbindung zu einer bestimmten Person herzustellen und auf diese einzuwirken. Ob diese Verbindung für heilende, schützende oder schädigende Zwecke eingesetzt wird, hängt dabei vom jeweiligen Magienutzer ab. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||








